Identitäten einer Führungspersönlichkeit

Grenzen ziehen – Wo Führung aufhört und Selbstschutz anfängt

Grenzen ziehen

Abgrenzung ist lebensnotwendig

In Zeiten wie diesen lösen sich einst etablierte Grenzen immer mehr auf. Das Leben ist ein anderes: Vor allem das Berufsleben spielt sich verstärkt vor dem Bildschirm ab. Wir stolpern von Tag zu Tag, von Aufgabe zu Aufgabe. Gerade noch haben wir in den Federn gelegen, schon haben wir einen Kaffee in der Hand, sitzen vor dem Rechner und lassen uns fernsteuern. Zwischendurch klingelt der Postbote und bringt die Online-Bestellung, im nächsten Moment läuft das Kind durchs Bild, das Telefon brummt parallel und immer wieder diese Ablenkungen…. AAHHHHHH!

UND WIR? Mittendrin.

Warum Abgrenzung heute wichtiger ist, als je zuvor

Home Office, Mobiles Arbeiten, Remote Work – wie auch immer sie heißen, diese Arbeitsformen: Sie laden nicht dazu ein, bewusster und wertschätzender mit uns selbst umzugehen.

All-together Grenzen ziehen - Wo Führung aufhört und Selbstschutz anfängt

DU – nicht wir. Grenzen ziehen will gelernt sein

Abgrenzung ist heute wichtiger, als je zuvor. Denn plötzlich wird uns bewusst, dass alles irgendwie zu viel ist. Wir beobachten an uns und an anderen eine zunehmende Anspannung, ein Balancieren auf dem schmalen Grat, ein immer dünner werdendes Nervenkostüm und wir werden immer nervöser. 

SO KANN ES DOCH NICHT WEITERGEHEN! sagen wir uns. 

Doch wie kommen wir da wieder raus?

Gar nicht. Denn wie gesagt: Das Leben ist ein anderes und zurück zu alten Gewohnheiten, in die “alte sichere Zone” geht es nicht mehr. Wir müssen uns an die neuen Rahmen- und Arbeitsbedingungen anpassen und sie für uns so adaptieren, dass es uns damit gut geht. Wir müssen uns quasi eine “neue sichere Zone” erschaffen.

Neue Möglichkeiten ergreifen

Das hört sich vielleicht düsterer an, als es ist. Ich sehe es im Gegenteil als riesige Chance, sich selbst neu zu entdecken, neu kennenzulernen und neu zu gestalten.

Diese “plötzlich neue Arbeitswelt” bringt sehr viel Unsicherheiten und Herausforderungen mit sich. JA! Na und? Was ist daran verkehrt?

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Neue Möglichkeiten in der Abgrenzung

Hilft es uns, wenn wir – nachdem wir nun wissen, wie der Hase läuft – immer noch über die Gegebenheiten zu jammern? Hilft es uns, uns immer und immer wieder zu beschweren und zu ärgern? Hilft es uns, das verdammte Homeschooling, diesen elenden Drahtseilakt, immer und immer wieder durchzukauen und zu verfluchen? Und den Partner auch noch da mit reinzuziehen?

N.E.I.N. Nicht ein Stück.

Jaja, denkst Du. Die hat gut reden…. Ist ja alles sooo furchtbar schwer und anstrengend.

Das ist es. Und nun? Willst Du, dass es so bleibt? Ich hoffe nicht.

 

Stecke Dein Leben ab wie eine Landkarte

Es wird wirklich Zeit, dass Du Dich selbst aus dem Schlamassel des Leidens ziehst. Greif Dir an den Schopf und zieh Dich raus. Niemand wird es für Dich tun! N.I.E.M.A.N.D.

Besorge Dir ein schönes Notizbuch und mache es zu Deiner besten Freundin. Sie wird Dir helfen, Dich zu sortieren, Dich neu zu ordnen und GRENZEN ZU ZIEHEN.

Erst einmal musst Du Dir jedoch einen Überblick verschaffen.

Setz Dich hin und schreibe auf, was Dich immer und immer wieder aus der Fassung bringt. 

  • Was sind das für Situationen?
  • Welche Menschen sind daran beteiligt? 
  • Wie kommen diese Situationen zustande? 
  • Wie fühlst Du Dich dabei? Was kommt hoch? 
  • Wie gehst Du damit um?
  • Muss das WIRKLICH alles so sein?
  • Oder bist DU die “Dramaqueen”? 

Entschuldige bitte, wenn das hart klingt. Aber aus meiner Arbeit (und natürlich von mir selbst) weiß ich einfach, dass WIR UNSERE GRÖßTE HERAUSFORDERUNG SIND! Punkt.

Vielleicht übernimmst Du für alles und jeden die Verantwortung? Warum?

Ich habe in den vergangenen Wochen sehr viele Gespräche zu diesem Thema geführt.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

“Ich bin doch diejenige, die sich um die Kinder kümmern muss. Mein Mann muss arbeiten.” Ach ja? Und Du nicht?

“Ich muss doch dafür sorgen, dass zu Hause alles funktioniert.” Ach ja? Bist Du allein für das Funktionieren der Familie verantwortlich.

“Ich muss doch kochen, sonst kommt doch nichts auf den Tisch.” Ach ja? Und wenn Du das mal abgibst und aushältst, dass es mal nur Stulle mit Brot gibt.

“Mein Chef erwartet doch von mir, dass ich immer verfügbar bin.” Ach ja? Woher weißt Du das und was heißt eigentlich “immer verfügbar”?

“Ich kann doch die Kolleg*innen nicht im Stich lassen.” Ach ja? Womit denn im Stich lassen?

“Ich bin doch die Führungskraft und muss jetzt auch noch dafür sorgen, dass alle bei guter Laune bleiben.” Ach ja? Und wie vermittelst Du immer und immer wieder gute Laune und warum?

“Ich habe das Gefühl, dass mein Team zu Hause nicht so arbeitet, wie ich es mir vorstelle.” Ach ja? Wissen sie, wie Du es Dir vorstellst (Stichwort: Klare Kommunikation) oder ERWARTEST Du, dass sie es wissen sollten? Ist es nicht viel wichtiger, dass sie die Ergebnisse liefern?

Ich könnte unendlich weiter machen.

Nicht falsch verstehen. Diese Punkte kann ich sooooo sehr nachvollziehen! Aber nochmal: All das hilft uns nicht.

So funktioniert Abgrenzung

Du hast doch sicher eigene Werte, Visionen und vor allem Bedürfnisse – Du kannst in meinem Worksheet “Grundbedürfnisse von Frauen in Führung” mal checken, wie es darum steht.

Meinst Du nicht, es ist an der Zeit, Dich wieder Deinen Bedürfnissen und somit Deinem Selbstwert hinzugeben?

So kannst Du Dich abgrenzen:

Klare Kommunikation

Kommuniziere ganz klar Deine Erwartungshaltung und Deine Bedürfnisse. Das ist kein Egoismus, sondern Wertschätzung Dir selbst gegenüber UND Deinem Umfeld. Warum trauen wir uns oft nicht, klar zu kommunizieren, bis wohin andere gehen dürfen? Weil wir Angst vor Ablehnung haben. Das brauchen wir aber nicht. In den allermeisten Fällen werden die Grenzen akzeptiert. Und wenn nicht, ist das nicht (mehr) Deine Baustelle.

Du kannst z.B. sagen:

“Ich arbeite jetzt von 9 bis 13 Uhr. In dieser Zeit bin ich nicht verfügbar.”

“Ich verstehe Deine Probleme, kann sie aber nicht lösen.”

“Ich verstehe, dass Du Dir jetzt Luft machen möchtest, wünsche mir jedoch, dass Du meine Zeit respektierst.”

“Ich weiß, dass wir dazu noch keine Lösung haben. Wir besprechen das in dem angesetzten Termin.”

Was auch immer es ist: Sage Deinen Mitmenschen, dass Du Bedürfnisse hast und bis wohin sie gehen dürfen!

Stoppschild zeigen

Mache mit Deinen Mitmenschen Zeichen oder Signale aus, wenn eine Grenzüberschreitung in Sicht ist.

Du kannst Dir zum Beispiel das gute alte “Bitte nicht stören-Schild” an die Tür hängen. Ihr könnt eine Geste verabreden, einen Blick oder ein Codewort. Was immer es ist – es sollte einmal ernsthaft etabliert werden und dann mit großer Empathie angewendet werden.

Aushalten

Das ist der schwierigste Punkt. Veränderungen brauchen Zeit. Und die Grenzziehung sowieso. Du wirst anfangs immer wieder in das Muster zurückfallen. Halte es aus! Besinne Dich Deiner Werte, Visionen, Ziele und vor allem Deiner Bedürfnisse. Sage Dir immer wieder: ICH BIN ES MIR WERT. 

Neue Gewohnheiten etablieren

Etabliere Deine Abgrenzung als neue Gewohnheit und Du wirst schnell mehr Leichtigkeit verspüren. Ermutige Deine Mitmenschen, es ebenso zu tun. Auch sie werden schnell merken, dass es ihnen gut tut.

Dur wirst effizienter sein, Dein Kopf ist klarer, Du hast Struktur und Du wirst ruhiger.

Sooo, wenn Du nur einen Punkt mitnimmst, dann diesen:

ACHTE AUF DEINE BEDÜRFNISSE! Sie sind Dein Schutzschild, Deine Grenzen, Deine Garantie für Gesundheit, Selbstliebe und Erfolg.

Beratung Grenzen ziehen - Wo Führung aufhört und Selbstschutz anfängt

Achte auf Deine Bedürfnisse

 

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