Voneinander lernen

Interview: Drei Fragen an die Gründerinnen von MentorMe und 1 World Social Capital

Vor wenigen Tagen habe ich Dir Mentoring als Geschenk für Deine Persönlichkeitsentwicklung vorgestellt und warum ich dieses Geben und Nehmen als absolutes Glück für beide Seiten empfinde – für Mentees und für mich als Mentorin. In Teil 2 meines Mentoring-Beitrags verraten Dir zwei Powerfrauen, was Mentoring für sie ganz persönlich bedeutet – ein kleiner Blick hinter die Kulissen.

Die Power-Gründerinnen

Karin Heinzl, die Gründerin des gemeinnützigen Programms MentorMe und Vivian Wagner, die Frau hinter dem internationalen Frauen-Mentoring-Programm 1 World Social Capital. In beiden Netzwerken bin ich Mentorin und kann nur sagen: welch eine Bereicherung!

Drei Fragen an Karin Heinzl

Warum ist Mentoring aus Deiner Sicht so wichtig?

Mentoring ist ein fantastisches Mittel, um Potenziale zu ergründen und Chancen aufzuzeigen. Ein guter Mentor fährt im Gegensatz zu Freunden und Familie dabei keine eigene Agenda. Vielmehr unterstützen Mentoren mit ihren beruflichen Erfahrungen und ihrem Praxiswissen die Mentee, ihren eigenen Weg zu finden. Als Mentee einen erfahrenen Menschen an ihrer Seite zu haben, mit ihm Sorgen zu teilen, ihm Fragen stellen zu können oder von seinen beruflichen Kontakten zu profitieren, ist Gold wert. Die Mentees von MentorMe bekommen so berufliche Orientierung und Beratung und schaffen bestenfalls den Berufseinstieg und den Aufstieg im Job.

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Karin Heinzl, Gründerin von MentorMe
Foto: Steffen Kugler

Warum hast Du MentorMe ins Leben gerufen?

Ich habe erkannt, dass heute die Sorgen und Hürden der jungen Frauen, die kurz vor dem Berufseinstieg stehen, die gleichen sind, vor denen ich damals gestanden habe. Fakt ist, die meisten Unis lehren theoretisches Wissen. Was Studenten meist nicht wissen ist: Welcher Job ist der richtige für mich? Was passt zu mir? Welche Anforderungen bringt der Job mit sich? Welche Gehälter sind die Norm und was kann verhandelt werden? Long story short: Unis hinterlassen eine Lücke aus Praxiswissen! Und genau diese Lücke wollen wir mit MentorMe und mit unseren Services Mentoring, Training und Networking schließen.

Welchen Mehrwert hast Du seit der Gründung mit MentorMe generiert?

Unsere Mentees finden leichter in den Job. Zuvor jedoch finden viele sich selbst! Sie finden Zuversicht und Selbstvertrauen in ihr eigenes Können. Erst dann setzen wir mit Praxiswissen und der Berufsfindung an. Last but not least: Wir haben junge Frauen, die nun wissen was sie beruflich wollen, die den Berufseinstieg, eine Positionierung innerhalb bestehender Arbeitsverhältnisse oder eine Neuorientierung geschaffen haben. Auf der anderen Seite finden unsere Mentoren in dem Mentoring einen tiefen Sinn. Sie wissen, dass sie ihren Beitrag und einen Impact für eine bessere Gesellschaft leisten. Und natürlich bekommen auch sie von MentorMe Trainings im Bereich „Mentoring-Beratung und Leadership” sowie Zugang zu einem großen Netzwerk und unterschiedlichen Networking-Events. Als dritte Instanz erhalten Unternehmen, die mit uns kooperieren, das Potenzial auf Recruiting sowie Teilhabe an der sozialen gesellschaftlichen Verantwortung.

Vivian Wagner: Frauen müssen das Thema Mentoring meist viel pro-aktiver angehen

“Aus eigener Erfahrung möchte ich betonen, dass Mentoring außerhalb wie innerhalb des Unternehmens ein fester Bestandteil der Karriereplanung sein sollte. Ich meine dies nicht nur im Sinne der Erreichung der nächsthöheren Stelle, sondern viel wichtiger ist das Mentoring in der persönlichen Weiterentwicklung.

Ich rate jedem, der sich weiterentwickeln möchte, sich gerade außerhalb der eigenen Kultur oder der eigenen Industrie einen Mentor zu suchen. Dies erweitert nicht nur die eigenen Perspektiven, sondern ermöglicht auch häufig die Möglichkeit, international tätig zu sein, bewusster und erfolgreicher mit multi-nationalen Teams zu arbeiten oder diese perspektivisch zu leiten.

VivianWagner_Bayer Interview: Drei Fragen an die Gründerinnen von MentorMe und 1 World Social Capital

Vivian Wagner, Gründerin von 1WorldSocialCapital
Foto: Bayer

Ein letzte Anmerkung, die mir sehr am Herzen liegt:

Frauen müssen das Thema oftmals sehr viel pro-aktiver angehen! Studien zeigen, dass Manager häufiger männliche Mentees auswählen. Daher, einfach mal anfragen ob es die Möglichkeit eines Mentors gibt und wenn dies nicht der Fall ist, sich selbst darum kümmern – unabhängige Mentoren-Programme gibt es ja zum Glück!”

Zwei tolle Frauen, die viel geschafft haben und für viele junge Frauen Vorbilder sind!

Werde auch Du Mentorin und komme in den Genuss des Gebens und Nehmens.

Bewirb Dich hier, bereichere unser Mentoren-Netzwerk und unterstütze junge Frauen auf ihrem persönlichen und beruflichen Weg.

Bei 1WorldSocialCapital kannst Du Dich jederzeit als MentorIn bewerben.

Die MentorMe-Aufnahmephase für Mentees und Mentoren/innen für das Programmjahr 2017/18, das am 18. November beginnt, ist eröffnet! Nutze die Chance.
Werde MentorMe-Mentorin oder MentorMe-Mentee und profitiere von den Erfahrungen der MentorInnen.
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