Drei Schritte zu einer bewussten Mitarbeiterkommunikation

Wie steht es um Ihre Mitarbeiterkommunikation? Gerade in Zeiten der Digitalisierung sollten Sie als Führungskraft das höchste Gut Ihres Unternehmens mal genauer „unter die Lupe nehmen“: Ihr Team, Ihre MitarbeiterInnen. Damit meine ich nicht, dass Sie sie kontrollieren sollen – ganz im Gegenteil. Geben Sie ihnen all die Freiheit, die Ihre Leute benötigen, um Ihre Firma voranzubringen. Sie können davon nur profitieren!

Lassen Sie nicht zu viele Federn

Veränderungen bringen Unruhe, Unsicherheiten und Ängste mit sich – diese können (müssen!) Sie Ihren Mitmenschen, Ihren Teams, nehmen. Der Wandel und die rasanten Veränderungen des Arbeitsmarktes erfordern ein Umdenken und vielleicht ein anderes Miteinander. Softskills werden wieder wichtiger, hard facts werden zunehmend abgelehnt von der Belegschaft.

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Einsam an der Spitze!? Muss nicht sein!

Ich beobachte einen vorsichtigen Trend hin zu einer „weicheren, menschlicheren“ Führung, was nicht heißt, dass das einfacher wird für Chefs. Im Gegenteil! Viele Menschen – vor allem das mittlere und obere Management – haben verlernt, im Beruf menschlich zu agieren. Ich verstehe das. Das bringt das Business-Leben oftmals (leider) mit sich. Wie ein Strudel zieht es uns hinein in eine Welt, in der wir uns eigentlich nicht immer heimisch fühlen. Als Führungskraft wollen (müssen?) wir Erwartungen erfüllen, uns einordnen und anpassen. Doch diese Haltung oder vielmehr diese festgefahrene Einstellung, dieses „harte“ Verständnis von Führung, wird zukünftig nicht mehr funktionieren. Die Digitalisierung wälzt das Arbeitsleben um, spült kreative Menschen ins Arbeitsleben, die keinen Bock mehr auf Fremdbestimmung haben. Die ihr ganzes Knowhow, ihre Offenheit, ihre Kreativität ins Unternehmen einbringen – mit voller Kraft – wenn sie im Gegenzug Freiheit und Verantwortung bekommen. Darauf sind wir angewiesen! Auf diese Menschen, die Wirtschaft und Wissenschaft mit ihren Ideen, ihrem Elan und ihrer Offenheit für Neues voranbringen.

Der Mensch – IHR Kapital

Also, nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mal genauer unter die Lupe. Aber unbedingt aus einer anderen Perspektive: aus IHRER eigenen! Kommen Sie – Mit diesen drei Schritten finden Sie zu einer bewussten Mitarbeiterkommunikation:

Schritt 1:

Scannen Sie Ihren Kalender und blocken in den kommenden zwei Wochen an einem geeigneten Tag ganz bewusst mindestens eine Stunde Zeit, ohne Termine. Eine Stunde Zeit für die folgenden Punkte und für Ihre gesamte Aufmerksamkeit.

Nehmen Sie sich diese Zeit und schauen sich Ihre Abteilung mal aus einer Innensicht an. Fragen Sie sich als erstes, wie sich Ihr Arbeitsumfeld in den vergangenen Jahren in Ihrer Firma oder Ihrer Abteilung verändert hat.

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Schreiben Sie die Namen auf einen großen Zettel, Flipchart oder Tafel (NICHT am PC!). Vielleicht sogar mit der einen oder anderen prägnanten Eigenschaft. Ordnen Sie nun jedem Namen auf dem Papier die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu.

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Ihre Beobachtung:

Wie lange haben Sie überlegt, um die o.g. Fragen zu beantworten?

Wie schwer fiel Ihnen die Beantwortung – auf einer Skala von 1 (nicht schwer) bis 10 (ganz schwer)?

Warum?

Schritt 2:

Nun geht´s etwas tiefer. Seien Sie ehrlich zu sich selbst! Niemand wird diesen Zettel sehen, Sie sind allein.

Hängen Sie Ihre „Kurzanalyse“ für Sie sichtbar in Ihrem Büro auf. Beantworten Sie folgende Thesen mit JA oder NEIN, gehen Sie dabei wie ein Detektiv vor, der wirkliche Antworten sucht.

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Ihre Beobachtung:

Wenn Sie mindestens fünf dieser Fragen mit JA beantworten konnten, gratuliere ich Ihnen! Sie scheinen alles richtig zu machen und „behandeln“ Ihr höchstes Gut, Ihre MitarbeiterInnen, sehr gut.

Haben Sie jedoch mehr als fünfmal mit NEIN geantwortet, sollten Sie sich dringend Gedanken machen über …

Ihre Kommunikation

Offensichtlich ist etwas im Argen. Vielleicht sogar, ohne dass Sie es vermuten oder bisher wahrgenommen haben. Schon diese Aussage sollte Sie nachdenklich stimmen.

WELCHE der Fragen konnten Sie nicht mit JA beantworten?

WARUM haben Sie die „Schwingungen“ und vielen kleinen Anzeichen nicht wahrgenommen?

Waren Sie vielleicht zu sehr beschäftigt mit sich und Ihrer eigenen Positionierung?

Schauen Sie vielleicht zu sehr „nach oben“?

Bringen Sie Ihren MitarbeiterInnen die angemessene Wertschätzung entgegen?

Oder woran liegt es, dass Sie vermutlich kein gutes Standing haben und Sie mit der Teamleistung noch lange nicht alles herausholen konnten?

Schritt 3:

Gehören Sie in die Fraktion der „fünfmal-JA-Antworter“, dann können Sie Schritt 3 ignorieren und unbedingt weiterhin eine so vorbildliche Führungskraft sein – vielleicht ab sofort ganz bewusst.

Wenn Sie sich in die Fraktion der „fünfmal-NEIN-Antworter“ einordnen, also sich dringend Gedanken um Ihre Kommunikation machen sollten, dann ziehen Sie Schritt 3 auch noch durch. Fangen Sie sofort damit an.

Schritt-3-212x300 Drei Schritte zu einer bewussten Mitarbeiterkommunikation

Tun Sie doch mal das Gegenteil, von dem was Sie sonst so tun:

Machen Sie morgens eine Runde, fragen Ihre Belegschaft was so anliegt, was auf dem Tisch ist und welche Entscheidungen getroffen werden.

Seien Sie offen für das eine oder andere persönliche Wort.

Führen Sie eine monatliche gemeinsame Mittagspause ein.

Halten Sie Teammeetings jeweils an unterschiedlichen Orten ab.

Denken Sie über einen wöchentlichen „open door“-Tag nach, an dem Ihre Mitarbeiter ohne Termin mit Themen zu Ihnen kommen können.

UND: Beobachten Sie Ihre Körperhaltung.

Wir kommunizieren sehr stark über Körpersprache – das ist uns meist nicht bewusst. Mit dieser Erkenntnis können Sie schon sehr viel bewirken, wenn Sie Ihren Körper der Situation angemessen einsetzen.

Und so weiter ….. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Seien Sie kreativ, schauen Sie über den Tellerrand und Sie werden sehen: Es wird sich etwas verändern!

Probieren Sie es aus!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei und würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen. Entweder als Kommentar unter diesen Beitrag oder per Email: janine@tychsen-kommunikation.de

ICH

Ihre Janine Tychsen

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