Warum Pause machen weit außerhalb unserer Komfortzone liegt

Lass uns gleich mit einer kleinen Challenge starten:

Auf einer Skala von 1-10 (1=gar nicht, 10=total):

WIE SEHR SCHÄTZT DU DAS KLEINE PÄUSCHEN ZWISCHENDURCH?

Hast Du eine Zahl zwischen 1 und 7, werde ich unruhig und frage mich, warum Dir die heilige Pause offensichtlich nicht heilig genug ist und wie Du Dich wohl damit fühlst, immer durch zu powern. Ich frage mich, ob Du es Dir selbst nicht wert bist, frische Energie zu tanken, um dauerhaft leistungsfähig zu sein. In diesem Fall solltest Du diesen Blogbeitrag auf jeden Fall zu Ende lesen – was Du sowieso immer tun solltest, denn ich schreibe für DICH 🙂

Liegt Deine Zahl zwischen 8 und 10, spitze ich meine Ohren und frage mich, warum Dir die heilige Pause heilig ist und was Deine Zahl GENAU bedeutet. Ist sie Dir “nur wichtig” oder machst Du wirklich Pause? Wie sieht Deine kleine Auszeit zwischen Deinen Tagesaufgaben aus? Ich frage Dich das, weil die Art und Weise UND die Dauer Deiner Pause entscheidend sind. 

Roadrunner aus Angst vor Deadlines, fehlender Anerkennung und Du weißt schon…

Viele Menschen denken überhaupt nicht darüber nach, dass sie täglich nur über ein begrenztes Maß an Energie verfügen. Sie merken es erst, wenn die Luft raus ist. Dann ist es meistens so, dass die Arbeit noch lange nicht erledigt ist. Und was passiert? Sie machen weiter. Die Deadline ist knapp, die Angst sitzt im Nacken und on Top denken wir nicht selten, dass unsere Leistungen nur geschätzt und gesehen werden, wenn wir durchackern. Zumindest ist das noch immer eine typisch deutsche Arbeitsmoral.

Gerade in führenden Positionen haben wir viel Verantwortung. Wir müssen schnell entscheiden, halten unseren Kopf hin für diese Entscheidungen und für unsere Mitarbeitenden. Führungspersönlichkeiten haben viele Dinge auf einmal zu wuppen – 360 Grad Blick, immer ON.

GERADE DESWEGEN IST ES UNERLÄSSLICH, ZWISCHENDURCH QUALITATIV WERTVOLL INNE ZU HALTEN UND DARAUS EINE GEWOHNHEIT ZU MACHEN.

Kopf aus, Herz an

Machen wir einen gemeinsamen Check In:

Denke bitte an die vergangene Woche und beantworte folgende Fragen:

  • Hast Du die Woche bewusst geplant?
  • Wie viele Deiner Termine waren von Dir selbst gesteuert, wie viele fremd gesteuert?
  • Wie viel von dem, was Du Dir bewusst vorgenommen hattest (welcome To-Do List), hast Du tatsächlich erledigt?
  • Wann (Uhrzeit) hast Du angefangen, Deine tatsächliche Arbeit zu machen?
  • Wie oft hast Du Dich unterbrechen lassen, was / wer hat Dich unterbrochen, warum hast Du es zugelassen und was haben Dir die von außen auf Dich einwirkenden Unterbrechungen mit Dir gemacht?
  • Wie bist Du von Tag zu Tag, von Termin zu Termin gestolpert, ohne zu reflektieren?
  • Wie oft hast Du auf Menschen und Situationen einfach nur reagiert – sofort und ohne Deine Handlung/Antwort proaktiv zu überlegen?

Schreib Dir Deine Antworten auf und nimm diese Fragen mit in die kommende Woche.

Ich möchte Dich keineswegs belehren oder bekehren. Ich möchte Dich nur auf Deine eigene Energie und Kraft aufmerksam machen, mit der Du die Führungspersönlichkeit werden kannst, die etwas für sich selbst bewegt (Stichwort: Selbstführung) und andere dazu befähigt, es ebenso zu tun. 

IN DER PAUSE LIEGT DIE KREATIVITÄT, DEINE SCHAFFENSKRAFT, DEINE ENERGIE UND SOMIT DAS MORGEN.

Pause-proaktive-Leere-scaled Pain Point: Pause

OMG – ich habe viiiiiiel zu lange durchgezogen. Immer die Angst im Nacken, etwas zu verpassen, nicht zu genügen, inkompetent und klein zu wirken.

Als Frau Mitte vierzig bin ich heute natürlich weiser, als zu Beginn meiner Karriere. Doch die Weisheit hat nicht an die Tür geklopft. Ich musste sie mir erarbeiten – und diese Erfahrungen müssen wir alle machen. Da führt kein Weg dran vorbei. Doch WIE umständlich oder easy Du diesen Weg gestaltest, liegt in Deinen Händen.

Wie also habe ich mich aus dieser pausenlosen Spirale befreit?

Mit bewusster Selbstführung, ständiger Beobachtung meiner Handlungen, Gefühle, Gedanken, intensiver und enorm spannender Persönlichkeitsentwicklung.

Vielleicht sind wir uns gar nicht so unähnlich.

Auch ich liebe es, viel zu arbeiten, viel zu tun, viel zu managen, viel zu kreieren, keinen Leerlauf zu haben. Ich bin wie Du eine Macherin – aus Leidenschaft.

Dennoch:

Seitdem ich vor vielen Jahren die Kraft meiner eigenen Energie ins Zentrum meines Schaffens gerückt habe, sehe und mache ich vieles anders.

Energy Check

Jeden Morgen frage ich mich, mit welcher Energie ich in den Tag starten möchte.

  • Wie möchte ich meinen Terminen, Meetings, Menschen und kniffligen oder auch stressigen Situationen begegnen? 
  • Was brauche ich für ein hohes Energielevel?

Richtig: PAUSE

Jede Aufgabe ist bei mir zeitlich begrenzt. Jede Aufgabe bekommt von mir allerhöchste Konzentration, Fokus und die Zeit, die sie braucht. OHNE Unterbrechung.

Und diese Aufgaben sollten gut geplant sein:

  • Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen (immer vom Ende her denken)?
  • Was möchte ich tun?
  • Was und wen brauche ich dafür?

So gestaltest Du Deine Transitionszeit

Für mich sieht das Pausenmanagement so aus:

  • Sonntags plane ich meine Woche: 
    • Meine drei TOP Ziele, mit denen ich meine Kundinnen, Unternehmen, Kooperationsprojekte, meine Positionierung (SoMe, Newsletter, Blogbeiträge, Interviews, Podcasts…) und mein Work-Life (Friends, Family, Gesundheit) glücklich mache und ich selbst harmonisch in Balance bleibe.
  • Jeden Morgen schaue ich mir meine Termine an:
    • Passen sie zu meinen Zielen, zu meiner Vision?
    • Bin ich on track? Warum tue ich dies und nicht jenes? Was kann weg? Sei mutig!
    • Mit welcher Einstellung/Energie möchte ich all dem begegnen?
  • Dann mache ich mich an die erste Aufgabe (z.B. Coaching-Vorbereitung).
    • Ich stelle mir den Timer auf 90 Minuten und tauche zu 100000 Prozent ab.
    • Ich sorge dafür, dass mich in diesen 90 Minuten nichts und niemand stört.
    • Ich tue nur das!
  • Nach 90 Minuten stoppe ich und mache 15 Minuten Pause.
    • Ich mache etwas komplett anderes: Rausgehen, Rausschauen, mit einer Freundin telefonieren, Bewegung, Kaffeetrinken, Meditieren, lesen…. Was immer mir gerade einfällt und was NICHTS mit der Arbeit zu tun hat.
  • Dann geht´s entweder mit der Coaching-Vorbereitung weiter für weitere 90 Minuten, bis ich damit fertig bin oder (wenn ich schon fertig bin), widme ich mich der nächsten Aufgabe in diesem Zeitrahmen.

Dieses Beispiel ist mein Home Office Beispiel, wenn ich mir den Tag so strukturieren kann. Bin ich unterwegs bei Terminen, sieht es natürlich anders aus.

Take Aways

  1. Proaktive Wochenplanung am Sonntag: Vision > TOP Ziele > Aktionen/Aufgaben um Deine Ziele zu erreichen > Pausen einplanen und sie im Kalender notieren.
  2. Proaktiv Pause machen zwischen den jeweiligen Aufgaben – immer! Denn sie gibt Dir neue Energie. Lass Dich nicht verführen, einfach weiter zu machen. Das laugt Dich aus und alles verschiebt sich zeitlich nach hinten, so dass Du kaum noch Zeit hast für andere Dinge.
  3. Übe Dich in Fokusarbeit! Timer stellen, KEINE Unterbrechungen, Tschakka! Das macht sogar Spaß, weil Du enorm viel Zeit gewinnst.
  4. Bei allem, was Du tust, Freude haben! Denn DU entscheidest Dich proaktiv dafür.

Denn Du kennst ja meine Mission:

Mit meiner Arbeit, meiner Energie, Leidenschaft, Kompetenz und meiner eigenen Emotionalen Intelligenz möchte ich so viele Frauen wie möglich auf dieser Welt ermutigen, so zu führen, wie es ihrer Persönlichkeit entspricht! 

DU bist Teil meiner Mission und kannst zu einer neuen Führung beitragen!

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