Revolution in der Führung

Die Zeit ist JETZT – DEINE Zeit ist jetzt

Nun ist es da, das lang ersehnte und mit Hoffnung beladene neue Jahr. 

2021

Vor bald einem Jahr hat eine neue Zeitrechnung begonnen – persönlich und beruflich. Für viele Menschen steht 2021 für Aufatmen, Loslassen, Aufbruch, Neuanfang, Zuversicht.

So wie in den vergangenen Jahrzehnten, als in vielen Unternehmen/Organisationen noch “von oben herab” regiert und geführt wurde (ohne nennenswerten Kontakt zur Belegschaft), kann es ja nicht weitergehen. Dass es auch wirklich ein Aufbruch wird, haben wir selbst in der Hand. Wir alle können dafür sorgen.

Vor allem in der Führung von Menschen und in Führung mit uns selbst muss und wird sich etwas ändern.

Unter anderem werden wir uns selbst, unserer Belegschaft und unseren Mitmenschen mit mehr Respekt, Empathie, Loyalität, Akzeptanz und eigener Verletzlichkeit begegnen (müssen). Wir haben in den vergangenen zehn Monaten gelernt, was wir und unsere Mitarbeitenden brauchen.

Lasst es uns ausbauen und dauerhaft etablieren!

Ein Zurück in alte Strukturen und Systeme ist aus meiner Sicht unmöglich. Und wer es dennoch wagt, alte Führungsstrukturen aufrecht zu erhalten, wird tief fallen von hoch oben. Davon bin ich überzeugt und davor möchte ich mit meiner Arbeit – tief bewegt – bewahren. 

Tief bewegt, weil ich weiß, dass hinter jeder Rüstung einer FührungsKRAFT eine FührungsPERSÖNLICHKEIT steckt, die es verdient hat, so zu führen, wie es ihrer ganz eigenen Persönlichkeit entspricht! Es braucht “nur” mehr Mut, diese Kraft loszulassen und sich selbst mehr zuzulassen. In meiner eigenen Laufbahn bin auch ich oft gefallen und habe viele andere Menschen stürzen sehen. Kein Grund, aufzugeben!

Erst als ich mich selbst zur obersten Priorität gemacht habe (was über 20 Berufsjahre gedauert hat) und mich aus dem Anpassungsdruck befreit habe, konnte ich wachsen.

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YES, I AM!

2020 hat uns gezeigt, dass es beruflich tatsächlich Situationen gibt, in denen wir authentisch, echt und ein großes Stück wir selbst sein dürfen. Wer hätte das gedacht!  Vielleicht steht 2021 für viele Menschen aus dieser Erfahrung heraus für “nach Hause kommen” – mehr zu sich selbst zurückkehren und sich weniger anpassen, als zuvor? Für mehr Mut, Zuversicht, Leidenschaft? Vielleicht wird aus einem “YES, I CAN” ein YES, I AM” So wie ich eben bin?

Ich wünsche es mir SEHR! Denn wir brauchen diverse Persönlichkeiten, die Führung, Macht, Einfluss und Erfolg neu definieren – und keine Kraftprotze. 

Nicht nur von zu Hause arbeiten – nach Hause kommen

Alle saßen (und sitzen) wir in einem Boot und vor kleinen und großen Bildschirmen. Von zu Hause aus versuchen wir die Welt zu retten und nehmen Chefinnen und Chefs, Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner*innen, Mitarbeitende und viele andere hochrangige Menschen mit in unser Privatleben. Zumindest ein Stück weit. Hat es den TOP Führungsleuten geschadet? Aus meiner Erfahrung heraus: NEIN.

Im Gegenteil. Sie haben gewonnen – vor allem spreche ich die großartigen Frauen in Führung an, die lange Zeit unter dem Radar agiert haben und sich nicht zeigten oder nicht trauten oder welche Gründe auch immer sie hatten (oft spielen Glaubenssätze eine große Rolle – dazu an anderer Stelle mehr). Vor allem Frauen in Führungspositionen haben plötzlich ohne Suchen das gefunden, wonach sie vermutlich seit Anbeginn ihrer manchmal anstrengenden Karriere gesucht haben:

Handlungsspielraum

Vertrauen

Macht

Anerkennung

Respekt

Nähe

Persönlichkeit

Freude

Erfolg

Sichtbarkeit

Die Weiblichkeit ist zurück

Mit viel Herzklopfen habe ich beobachtet, wie die Weiblichkeit in immer mehr Führungsbereiche einkehrte. Vielleicht aus der Not heraus – schließlich ist es auf Dauer nicht durchzuhalten, sich selbst, seine Familie und das anstrengende Drumherum zu verbergen, wenn wir von morgens bis abends vorm Bildschirm hocken und wichtige Meetings abhalten.

Ich habe DIE Weiblichkeit beobachtet, die uns Frauen ausmacht und über die wir gar nicht diskutieren müssen. Nicht die Weiblichkeit, die uns immer klein zu machen scheint (leider auch oft von uns selbst). 

Ich habe eine weibliche Art zu führen beobachtet, die mir aus meiner Arbeit als Persönlichkeits-Entwicklerin für Frauen sehr vertraut ist.

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Diese Art der Führung ist gekennzeichnet von:

Durchsetzungsstärke

Empathie

Entscheidungsfreude

Lust auf Macht

Visionäres Denken

Kommunikationsstärke

Leidenschaft

Resilienz 

Ambiguität

Netzwerkarbeit

Feinfühligkeit

Komplexität

Das und noch vieles mehr haben Frauen in Führung dieses Jahr gezeigt. Und sie mussten es nicht einmal beweisen. Vieles, was uns in “Machtpositionen” abgesprochen wird, macht uns aus – und unterscheidet sich nur in der Ausprägung von Männern. Wir sind tendenziell hier und da empathischer, feinfühliger, näher am Team, resilienter, leidenschaftlicher und komplexer. Hier möchte ich jedoch kein Klischeedenken aufmachen.

Titel-nonverbale-Komm-e1515242469220 Revolution in der FührungAufbruch von Hierarchien

2020 hat uns somit in gewisser Weise “in die Karten gespielt” – unter enormer Anstrengung und Schweißperlen aller Beteiligten. Von jetzt auf gleich wurden Hierarchien aufgebrochen und hier und da sogar abgeschafft. Plötzlich war es einfach notwendig, nah am Team zu sein, reinzuhorchen, wie es den Mitarbeitenden im Home Office ging, was sie brauchten, um weiterhin ihre Arbeit zu leisten. Plötzlich waren ganz andere Skills gefordert. Skills, die in Führungsetagen nicht gern gesehen sind (so denken wir zumindest oft). Plötzlich waren wir alle sichtbarer und verletzlicher.

Nun sind sie hoffentlich vorbei die Zeiten, in denen wir unsere weibliche Art zu führen, unser Sein, negieren. AKZEPTANZ heißt das Zauberwort und alle Register ziehen, die uns zur Verfügung stehen.

Dank des virtuellen Raumes gab es streckenweise kaum noch Unterschiede zwischen C-Level, mittleres Management, Team- und Gruppenleitende und Mitarbeitende, zwischen Frauen und Männern. Alle mussten sich umorientieren in der Art, WIE sie miteinander umgehen und kommunizieren. Ein Kraftakt, der sich auf allen Ebenen abspielte und deren Erkenntnisse (hoffentlich) auch vielen TOP Unternehmen die Augen geöffnet hat. 

Willst Du Führung revolutionieren, dann stelle Dir die richtigen Fragen

Aus meiner eigenen Erfahrung und der “meiner Frauen in Führung”, mit denen ich eng zusammenarbeite, befinden wir uns in einem revolutionären Umbruch der Führung und der Kommunikation. Wir müssen nur die Augen öffnen, dies als gegeben hinnehmen und was draus machen.

Dabei geht es um essentielle Fragen, die jede Führungspersönlichkeit für sich selbst beantworten und einen Unterschied machen kann:

Wer bin ich und wer möchte ich sein als Führungspersönlichkeit?

Führe ich mich selbst so, wie ich andere führe?

Habe ich überhaupt schon einmal darüber nachgedacht, dass alles mit der Führung und der Kommunikation zu mir selbst steht und fällt?

Wie angepasst bin ich im System Führung (Skala von 1-10 ist hilfreich)?

Möchte ich wirklich führen und warum?

Wie sehe ich meine Mitarbeitenden, wie meine Vorgesetzten?

Was möchte und kann ich im Rahmen meiner Führung und darüber hinaus bewegen oder gar verändern? Was brauche ich dafür?

Bin ich wirklich bereit, meine Mitarbeitenden in ihren Stärken zu fördern oder habe ich nur meine eigene Karriere auf dem Radar?

Kenne ich überhaupt die Stärken meiner Leute?

Diese Liste kannst Du unendlich fortführen. Sie wird Dich zu Erkenntnissen führen, die nicht immer schön sind, die Dich aber an Deinen Kern  bringen.

Es gibt nur eine klitzekleine Voraussetzung:

Wenn Du etwas bewegen möchtest – in Dir selbst als Führungspersönlichkeit oder im System Führung – dann solltest Du offen für unbequeme Fragen sein und Deinen Scheinwerfer auf den Schatten richten. Geh da rein, wo Du eigentlich nicht rein willst – dann bist Du auf jeden Fall auf dem Pfad, den Du einschlagen möchtest.

Nutze sie, diese Zeit, denn sie ist JETZT.

Nutze sie jetzt, DEINE Zeit. 

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ein schöner kleiner Schubs in Richtung Female Leaders Mindset 😉
    Antworten
  • Karin Seven
    12. Januar 2021 14:17
    Sehr schöner und differenzierter Blog meine Liebe. Yep, die weiblichen Werte werden jetzt zum Zuge kommen. Du bist ja richtig fleißig. Der Podcast habe ich auch gehört, klasse!!! Bis diese Tage, LG Karin
    Antworten
    • Danke, liebe Karin! Mit dem “weiblichen Auftritt” kennst Du Dich ja auch super aus. Wir brauchen viel mehr Mut, unsere Weiblichkeit auch in Führung auszuleben.
      Antworten

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