Stereotypes Denken

Denken in Stereotypen beeinflusst Deine Kommunikation

Denken in Stereotypen scheint eine Eigenschaft von uns Menschen zu sein, die uns alle vereint. Irgendwie lieben wir es, fremde Personen sofort zu kategorisieren. Allerdings bedenken wir dabei nicht, dass dieses Denken unsere Art der Kommunikation beeinflusst – und somit auch das Bild, das unser Gegenüber von uns hat. 

Viel zu oft urteilen wir irre schnell über andere Menschen – obwohl wir sie vielleicht noch nicht einmal kennen. Ein Foto, ein Händedruck, ein „komischer“ Blick und schwupps schieben wir die Person innerhalb weniger Sekunden in eine Schublade. Willst Du das wirklich so? Willst Du selbst so eingeschätzt werden?

Stereotypen-Denken führt zu verpassten Chancen

Wir sind alle nicht frei davon. Und wenn wir mal ehrlich sind, macht das Spekulieren und Schubladendenken ja auch irgendwie Spaß.

Doch Obacht!! Durch diese vorschnelle Verurteilung verschenken wir Chancen und gute Beziehungen. Und nicht nur das: Wir erzeugen durch dieses Denken bei unserem Gegenüber genau den gleichen Effekt. Denn sobald Du über jemanden ganz oberflächlich in Sekundenschnelle „negativ“ urteilst, kommunizierst Du dies auch genauso. Sowohl positiv, als auch negativ. Mimik, Gestik, Körpersprache – all das spiegelt Deine aktuelle Stimmung wider.

Ein Beispiel für klassisches Stereotypen-Denken:

Schau Dir diese beiden Bilder an. Welche Gefühle erzeugen sie bei Dir? Was denkst Du über diese Person? Möchtest Du sie kennenlernen oder findest Du sie doof? Was daran findest Du gut, was total daneben? Würdest Du gern so sein, schaust Du zu ihr auf oder denkst Du: Was für´ne extrovertierte und unsympathische Person? Oder welch introvertierte schüchterne Frau?

Rollenspiel Denken in Stereotypen beeinflusst Deine Kommunikation

Extrovertiert?

Erfolgsstrategie-für-Führungsfrauen-1-e1518603580463 Denken in Stereotypen beeinflusst Deine Kommunikation

Introvertiert?

 

 

 

EINE Person

 

 

 

 

 

Diese Gedanken sind absolut legitim. Doch mal Hand aufs Herz: Woher willst Du wissen, ob diese Person extrovertiert oder unsympathisch ist? Oder ob sie nicht vielleicht doch nett und sozial und introvertiert ist? Und warum wähle ich eigentlich gerade genau diese Wortpaarungen: extrovertiert – unsympathisch; introvertiert – nett, sozial?

Sobald Du die Schublade „unsympathisch“ aufgemacht hast, wirst Du Dir nicht die Chance greifen, die Person kennenzulernen. Das ist schade, denn dadurch entgeht Dir vielleicht eine Bereicherung oder eine Bekanntschaft, wenn nicht sogar eine intensive Freundschaft. Wer weiß das schon….

So wie es in den Wald hineinruft…..

Ich möchte Dich gern dafür sensibilisieren, dass die Schere zwischen dem, was Du wahrnimmst und dem, was tatsächlich ist, extrem weit auseinander geht.

Du weißt nie und nimmer, wie es wirklich ist.

Du weißt nie und nimmer, was im Kopf der anderen Menschen vorgeht.

Du weißt nie und nimmer, in welchen Leben der andere Mensch steckt.

Beim nächsten Anfall von Stereotypen-Denken:

Urteile nicht zu schnell. 

Gib Deinem Gegenüber und Dir eine faire Chance – auch wenn Du die Person nicht näher kennenlernen möchtest.

Und denke dabei immer auch an Dich:

Stereotype haben ihren Sinn. Sie schützen uns manchmal vor dem „falschen“ Umgang und vor Beziehungen, bei denen wir von Anfang an kein gutes Gefühl haben.

Doch so, wie Du über andere urteilst, so kommunizierst Du auch! DAS und die Art, wie Du in Deinem stereotypen Denken urteilst, fällt auf Dich zurück und trifft Dich hart. Dann brauchst Du Dich nicht darüber beschweren, wenn Menschen Dich unsympathisch oder wie auch immer finden.

Ein kleiner Denkanstoß…..

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